Flusswandern im Rio Chillar bei Nerja in Andalusien, Spanien

 

Wir kommen schon seit Jahren nach Andalusien an die Costa del Sol und haben schon so manche Sehenswürdigkeit gesehen.

Von der schönen Küstenstadt Malaga, über die Alhambra in Granada, den Balkon de Europa bis zur angeblich 20.000 Jahre alten Grotte in Nerja.

 

Eines Tages haben wir uns die Gegend von zu Hause aus mit dem Programm "Google-Earth" angesehen. "Google-Earth" ist eine kostenlose Applikation mit der man sich die Erde aus dem Weltall mittels Satellitenbildern ansehen kann. Mit dem integrierten Tool von Panoramio können User Ihre privaten Bilder dort metergenau platzieren.

 

Als wir uns die Gegend rund um Nerja angesehen haben, sind wir auf Bilder vom Rio Chillar gestoßen.

Nach einer kleinen Recherche im Internet stand unser Beschluss fest, das nächste Mal müssen wir es in natura sehen.

 

Der Rio Chillar ist ein kleiner Gebirgsfluss der ganzjährig Wasser führt. Im Sommer ist er knöchel~ bis knietief und daher ideal zu durchwandern.

 

Alte Turnschuhe sind Pflicht, sowie mindestens 2 Liter Wasser pro Person und etwas Verpflegung. Auch sehr hilfreich sind Wanderstöcke, diese gibt’s unterwegs reichlich. Bambushaine zieren fast den ganzen Flusslauf. Trockene Bambusstöcke liegen schon in der richtigen Länge überall herum. Ganz wichtig ist ein Fotoapparat, diese wunderschöne Idylle muss man einfach fotografieren, um die Erinnerung daran wieder aufzufrischen und um das Gesehene mit Freunden "zu besprechen".

 

 

Als Startpunkt eignet sich der alte Steinbruch flussaufwärts, etwa 800 Meter hinter der Autobahnbrücke.

 

Dort kann man gut sein Fahrzeug abstellen und schon die riesigen Felsformationen bewundern.

 

 

Nach etwa 1,7km Richtung Norden kommt man an eine Art kleine Schleuse, von da an beginnt das Abenteuer.

 

 

 

 

Entlang an Pinienwäldern, zirpenden Grillen und unterschiedlichsten Arten von Vegetation, geht es fast unmerklich flussaufwärts.

Meine Frau war begeistert vom "Frauenhaarfarn", ihrer Lieblingspflanze. Hier bei uns zu Hause hat sie schon einige gehabt, aber alle sind eingegangen.... und am Ufer des Rio Chillar wächst der Farn wie Unkraut. Ständig hörte ich "oohh, guck' mal..." oder "das gibt's doch gar nicht" oder "menno, wie schön ist das denn..." und ständig fummelte sie am Farn rum. So ganz konnte ich ihre Aufregung um das Kraut nicht nachvollziehen ...Aber Vorsicht, ob die Schlangen die hier rum schlängeln "Giftig" sind kann ich nicht sagen......

 

          

Diese schöne Ringelnatter schlängelte uns zwischen den Beinen rum. Wir sind rumgehüpft wie die doofen weil wir nicht wussten was dieses für eine Schlange ist

Die Ringelnatter ist zwar eine Giftschlange, jedoch ist das schwache Gift für den Menschen fast ungefährlich.

Falls wir uns bei der Artengebung vertan haben, bitte klärt uns auf.

 

 

 

Mittlerweile sollten die Turnschuhe klitschnass und die Füße herrlich gekühlt sein.

 

 

Über kleine Steinchen, größeres Geröll und mannsgroße Felsen bahnt man sich stundenlang den Weg nach oben.

Immer wieder aufs Neue ist man von dem Anblick begeistert.

 

   

 

 

 

 

 

An manchen Stellen kann man sehen wie an anderen Zeiten das Wasser

den Berg runterrauscht. Zu diesen Zeitpunkten ist es wohl unmöglich diesen Weg zu gehen.

 

 

 

Langsam nähert man sich meterhohen Felsspalten, die ein leises Gefühl von Unbehagen aufkommen lassen können.

An manchen Stellen kann man sie mit ausgestreckten Armen berühren.

 

 

Jahrmillionen hat das Wasser gebraucht diese Felsen zu durchschneiden und diese bizarren Formen zu bilden.

 Beim Durchwandern bekommt man seinen Mund nicht mehr zu, man knipst ein Bild nach dem anderen

 und wartet eigentlich nur auf ein kleines Kassenhäuschen, an dem man für so eine unübertroffene Schönheit Eintritt zahlen muss.

 

 

 

 

An vielen Stellen haben die Wanderer verschieden große Steine zu Dämmen aufgeschichtet und damit terrassenartige Staubecken geschaffen, in denen man sich herrlich erfrischen kann. Manche sind sogar so tief, das man von Felsblöcken hineinspringen kann, ohne sich die Beine in den Rücken zu rammen.

     

 

 

Hier sind wir an unserem Ziel angekommen. Ein ca. 20qm großes, von Wanderern angelegtes Staubecken mit Wasserfall.

Unsere Belohnung für 5,1km in 3 Stunden.

 

    

 

Nach einer kleinen Pause und der Reinigung unserer mittlerweile etwas "mitgenommenen" Turnschuhen geht es wieder flussabwärts.

 

 

Wir haben beschlossen diese Tour noch einmal zu machen, aber dann ein paar Stunden früher, um noch mehr von der Schönheit sehen zu können.

 

       

 

Hier fast alle Bilder noch einmal in Groß.

 

 

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